Schneiden oder nicht schneiden?

Der Garten vor dem Winterschlaf

Die meisten Stauden sind im Spätherbst bereits eingezogen, das heißt die
oberirdischen Pflanzenteile sind abgestorben. Im nächsten Frühjahr
treiben sie neu wieder aus. Am besten schneidet man die trockenen
Stiele und Blätter eine Handbreit über dem Boden ab. Bei einigen, wie
zum Beispiel Sonnenhut, Kugeldistel und vor allem bei Gräsern, sind die
trockenen Stiele jedoch ein besonders schöner Winterschmuck: Mit
Raureif überzogen, glitzern sie dekorativ und sollten erst im Frühjahr
zurück geschnitten werden. Über den richtigen Zeitpunkt für den
Rückschnitt von Gehölzen gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen –
manche bevorzugen den Schnitt vor dem Winter, andere schwören
darauf, erst im zeitigen Frühjahr zu schneiden. Unbestritten aber ist, dass
sämtliche Winter- und Frühlingsblüher nicht im Herbst geschnitten
werden, denn sie haben ihre Blütenknospen bereits vor dem Winter
angelegt und dürfen deshalb nur im Sommer geschnitten werden. Dies
gilt zum Beispiel für Sträucher wie Zaubernuss, Forsythie,
Zierjohannisbeere und Zierkirsche. Wer nicht sicher ist, was er im
Spätherbst noch schneiden kann, fragt am besten einen Fachmann für
Garten und Landschaft – der weiß, was er tut und nimmt auch das
Schnittgut gleich mit.