1956 begann die Erfolgsgeschichte

Am 1. Oktober 1956 gründeten Thea und Bruno Tietgen die Tungendorfer Baumschulen. Damals konnten Sie noch nicht ahnen, dass sie hiermit den Grundstein legten für ein Unternehmen, dass noch fast 60 Jahre später mit 30 Beschäftigten Garten-und Landschaftbauarbeiten aller Art in ganz Neumünster und Umgebung ausführen würden.
„Wir sind ganz klein angefangen“, erinnert sich das Ehepaar heute zurück. „Wir gaben Anzeigen in der Tageszeitung auf : Wir legen Gärten an und führen Gartenarbeiten aus“. So bekamen wir unsere ersten kleinen Aufträge und beschäftigten bald einen Gärtner und zwei Arbeiter. Unser Fuhrpark bestand aus einem Dreirad mit Anhänger, das schon reichlich betagt war und aus der Zeit vor dem Krieg stammte“. Die Startbedingungen waren nicht leicht. 1956 war das Geld knapp, es gab relativ wenig Hausbesitzer, die sich Dienstleistungen für den Garten leisten konnten und wollten- und das obwohl die Löhne damals erheblich geringer waren als heute. Ein Gärtner verdiente rund 79 Pfennig pro Stunde, heute sind es etwas 14 Euro. Doch mit Fleiß und Geschick bauten Thea und Bruno Tietgen ihre Firma weiter aus und schafften 1959 den Durchbruch. In Neumünster wurden zu dieser Zeit viele Kasernen neu gebaut oder überholt. In einer öffentlichen Ausschreibung setzte die kleine Firma sich durch und bekam den Zuschlag. „Die Landesbauverwaltung hatte damals Bedenken, einer so jungen Firma wie unserer einen derart großen Auftrag alleine zu übertragen. Wir mussten deshalb eine Arbeitsgemeinschaft mit einem Unternehmen aus Osnabrück eingehen. Diese Firma machte jedoch nach einem halben Jahr pleite. Wir standen nun alleine in der Verantwortung und haben unsere Aufgabe gut bewältigt.“
Die Tungendorfer Baumschulen wuchsen jetzt stetig. Pflegeobjekte der Wohnungsbaugesellschaften wurden zu einem festen Standbein des Unternehmens. 1960 begann der Bau des Betriebes auf dem heutigen Gelände im Süderdorfkamp, zu dieser Zeit waren schon knapp 30 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Nach und nach entwickelte man sich von einem Gartenpflege- hin zu einem echten Gartengestaltungsbetrieb. Der Stamm an privaten Kunden und öffentlichen Auftraggebern nahm zu und sicherte die Unternehmensexistenz.
Während Bruno Tietgen sich um den Außenbetrieb kümmerte, hatte seine Frau die Büroleitung inne. Mit dem Verkauf von Dünger und Gartengeräten baute sie sich in den sechziger Jahren ein weiteres Standbein des Unternehmens auf.
1968 entstand dazu ein Verkaufsgeschäft: Der Grundstein für das heutige Gartencenter war gelegt. Ende der 70er Jahre gab man die eigentliche Baumschule auf. Pflanzen wurden nun zugekauft statt selbst angezogen.
Der Garten- und Landschaftsbau wurde das dominierende Feld.